
Hildegardregion – Kulturraum zwischen Rhein, Nahe, Hunsrück und Nordpfalz
Die Hildegardregion verbindet die historischen Lebens- und Wirkungsorte der berühmten Gelehrten, Mystikerin, Naturkundigen und Klostergründerin Hildegard von Bingen (1098–1179). Sie umfasst einen Kulturraum, der weit über heutige Verwaltungsgrenzen hinausreicht und Menschen, Orte, Geschichte, Natur und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Die historischen Wurzeln
Hildegard von Bingen zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des europäischen Mittelalters. Ihr Leben und Wirken prägten zahlreiche Orte entlang von Rhein und Nahe.
Zu den wichtigsten historischen Stationen gehören der Disibodenberg bei Odernheim am Glan als Ort ihrer frühen Klosterjahre, das Nahetal als prägende Kulturlandschaft ihrer Zeit, Bingen am Rhein als Standort des von ihr gegründeten Klosters Rupertsberg, der Rheingau mit der später gegründeten Abtei auf dem Rochusberg, zahlreiche Wirkungsorte entlang ihrer Reisen und Korrespondenzen.
Hildegard war Theologin, Visionärin, Komponistin, Naturbeobachterin, Beraterin politischer und kirchlicher Entscheidungsträger sowie Autorin bedeutender Schriften. Ihr Denken verbindet Spiritualität, Natur, Gesundheit, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Idee der Hildegardregion
Die Hildegardregion versteht sich nicht als Ersatz bestehender Initiativen, sondern als offene Plattform zur Vernetzung und Sichtbarmachung regionaler Angebote.
Sie möchte bestehende Aktivitäten sichtbar machen, Informationen bündeln, Menschen miteinander verbinden, neue Kooperationen ermöglichen, die regionale Identität stärken, den Kulturraum gemeinsam erlebbar machen. Dabei bleiben alle Partner und Initiativen eigenständig.
Kulturraum statt Landkreisgrenzen
Historisch gehörte Hildegards Wirken keinem einzelnen Ort und keinem heutigen Landkreis. Ihre Geschichte verbindet Regionen, Landschaften und Menschen. Die Hildegardregion greift diesen Gedanken auf und versteht sich als offener Kulturraum zwischen Rhein, Nahe, Hunsrück, Rheinhessen und Nordpfalz. Sie lädt dazu ein, die Geschichte, Natur, Kultur und Lebensqualität dieser Region gemeinsam zu entdecken, zu erleben und weiterzuentwickeln.
Ein lebendiges kulturelles Erbe
Bis heute erinnert eine Vielzahl von Einrichtungen, Projekten und Initiativen an Hildegard von Bingen.
Pilger- und Wanderwege, Kirchen und Klöster, Museen und Ausstellungen, Bildungs- und Forschungsangebote, Kulturveranstaltungen, Musik- und Konzertprojekte, Natur- und Kräuterangebote, regionale Feste und Begegnungen bilden hewute gemeinsam die vielfältigen Hildegardstrukturen der Region.
Die Hildegardstrukturen heute - historische Orte
Die Hildegardregion versteht diese bestehenden Angebote als Teil eines gemeinsamen kulturellen Netzwerks.
Dazu gehören unter anderem der Disibodenberg, Bingen am Rhein, Rochusberg, Rüdesheim und die Abtei St. Hildegard, zahlreiche Kirchen, Kapellen und Erinnerungsorte sowie Burgen, Schlösser und Verbindungen zu Adelsfamilien aus ihrer Zeit.
Gemeinsam die Region entdecken
Ob als Besucher, Pilger, Wanderer, Kulturschaffender, Unternehmer, Neubürger oder langjähriger Bewohner – die Hildegardregion bietet vielfältige Möglichkeiten, den Kulturraum kennenzulernen und mitzugestalten.
Die Hildegardregion steht für Verbindung statt Abgrenzung, für Zusammenarbeit statt Konkurrenz und für die gemeinsame Sichtbarkeit einer Region, deren kulturelles Erbe bis heute Menschen inspiriert.
Kultur und Bildung
Ein wachsendes Angebot mit Vorträgen und Seminaren, Forschungsprojekte, kulturelle Veranstaltungen, musikalische Aufführungen und regionale Bildungsangebote geben Einblick in die Arbeit und Lebensweise der Hildegard von Bingen.
Gemeinschaft und Region
Vereine und Initiativen, ehrenamtliches Engagement, regionale Unternehmen, Gastgeber und touristische Anbieter unterstützen den Erhalt ihres historischen und wertvollen Erbes.
